Home | english | Impressum | Sitemap | KIT

     

 

Gefördert im Rahmen der E-Energy Initiative durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

     

           

Projektstruktur

Das Projekt gliedert sich inhaltlich in die in folgender Abbildung dargestellten vier großen Bereiche. Während die Hauptarbeit der beteiligten Industriepartner im Bereich der Realisierung liegt, beschäftigt sich das KIT hauptsächlich mit der Analyse, Simulation und der Entwicklung von Konzepten für die einzelnen Bereiche.

 

  

Feldversuch

Im Rahmen des Feldversuchs wird in vier Phasen ein Prototyp für den Marktplatz, die Systemebene und die IKT-Infrastruktur aufgebaut. Das KIT ist hierbei beratend tätig und unterstützt die Industriepartner bei der Konzeption und später bei der Evaluierung. Im Verlauf des Projektes werden auf Basis des Prototypen und der Modellregion die Szenarien untersucht und verschiedene Konzepte getestet.

 

MeRegio-Zertifizierung

Ein integraler Bestandteil dieses Projekts ist die Erstellung eines Zertifikats für Minimum Emissionen Regionen. Durch das KIT wird ein entsprechendes Zertifikat entwickelt und der Zertifizierungs-prozess beispielhaft in der Modellregion durchgeführt. Mit dem Zertifikat soll ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von energieeffizientem Handeln sowohl in der Bevölkerung als auch innerhalb der (Regional-) Politik und der gewerblichen Wirtschaft geschaffen werden. Zudem wird durch die Zertifizierung eine Vergleichbarkeit von Regionen möglich. Zusätzlich wird ein Katalog von Handlungsoptionen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Regionen erstellt.

Um möglichst umfassende Aussagen hinsichtlich der Energieeffizienz von Regionen treffen zu können, werden bei der Erstellung des Zertifikats neben Elektrizität weitere Energieträger betrachtet.

 

Simulationen

Im Rahmen von MeRegio werden Simulationskomponenten eingesetzt, um unterschiedlichste Ausgestaltungsmerkmale der MeRegio-Konzepte genauer betrachten und analysieren zu können. Das KIT wird in MeRegio entsprechende Simulationskomponenten entwickeln und im Rahmen von Szenarioanalysen einsetzen.

Bei Betrachtung der Simulationen muss zwischen verschiedenen Ebenen und Ausprägungen unterschieden werden. Im Projekt werden Offline- und Online-Simulationen in einem realen bzw. virtuellen Modellgebiet durchgeführt.

Das reale Modellgebiet umfasst alle Teilnehmer des Feldversuchs, die in der Modellregion angesiedelt sind. Das virtuelle Modellgebiet wird zusätzlich noch durch weitere, über das Bundesgebiet verteilte, Versuchsteilnehmer ergänzt. Da diese nicht direkt an das gleiche Nieder- und Mittelspannungsnetz wie die Teilnehmer im regionalen Modellgebiet angeschlossen sind, wird ein Zusammenschluss über Softwarekomponenten simuliert. Der virtuelle Zusammenschluss ermöglicht eine flexible Zusammensetzung von Modellgebieten als Basis für Online- bzw. Offline-Simulationen.

Durch Online-Simulationen werden verschiedene Szenarien, wie beispielsweise unterschiedliche Marktmechanismen, Netzführungskonzepte oder Geschäftsmodelle, mit den Teilnehmern im virtuellen oder realen Modellgebiet getestet. Die Online-Simulationen greifen in den bestehenden Prototypen ein und nehmen damit Einfluss auf das Modellgebiet. Offline-Simulationen werden benötigt, um Situationen zu untersuchen, die in einem realen Umfeld nicht durchgeführt werden können, wie Stromausfälle oder Folgen extremer Wetterereignisse. Durch ein virtuelles Modell der realen Welt können die Einflussgrößen beliebig verändert und erweitert werden, um Rückschlüsse über die Skalierbarkeit der Maßnahmen zu ziehen.

Die Ergebnisse der Offline-Simulationen werden im Folgenden genutzt, um die erfolgversprechendsten MeRegio-Konzepte auszuwählen, die dann innerhalb des Feldversuchs realisiert werden.

 

Evaluation

Im Rahmen der Evaluation werden die entwickelten Konzepte analysiert und bewertet. Hierbei geht es insbesondere auch um Fragestellungen, die sich aus dem Betrieb des realisierten Prototyps ergeben. In erster Linie gehören dazu die Auswirkungen auf die Energieeffi zienz und die Klimagasemissionen und mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung des Gesamtsystems. Im Mittelpunkt steht das energiepolitische Zieldreieck „Versorgungssicherheit – Umweltverträglichkeit – Wirtschaftlichkeit“. Daneben müssen auch rechtliche Rahmenbedingungen untersucht werden.

Für den Erfolg der entwickelten Konzepte spielt nicht nur deren Potenzial eine Rolle sondern auch die Akzeptanz bei den Teilnehmern. Dazu werden, ausgehend von den Ergebnissen der verschiedenen Testläufe und der Simulationen, Aussagen über das Nutzungsverhalten, die Akzeptanz und sonstige sozioökonomische Auswirkungen abgeleitet.